PANASONIC AUTOMATISIERT DIE SCHWEIẞINSPEKTION MIT BEAD EYE M AUF DER EUROBLECH 2026

20.10.2026

Die neue Roboter-Schweißlösung nutzt 3D-Scans und KI, um die Schweißinspektion zu automatisieren und Schweißabweichungen zu identifizieren, wodurch die Effizienz der Bediener verbessert wird.

WIESBADEN, Deutschland, 20. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Panasonic erweitert sein TAWERS-Konzept, das die Robotersteuerung mit integrierter Steuerung von der Drahtführung bis zur Schweißstromquelle in einem einzigen System vereint. Eines der Highlights ist die neue Bead Eye M Edition, bei der 3D-Scanning auf KI trifft, um die Form der Schweißnaht zu bewerten und Abweichungen durch Lunker, Spritzer, Poren und Einbrandkerben zu erkennen. Zusammen mit Schweißverfahren wie dem Twin-Tandem Schweißen wird Bead Eye M zu den wichtigsten Innovationen gehören, die Panasonic auf der diesjährigen EuroBLECH-Fachmesse präsentiert.

Panasonic Connect Europe - TAWERS Arc Welding Robot System

Erweiterte Schweißautomatisierung und Genauigkeit

Herausforderungen wie Prüfmüdigkeit und mangelnde Einheitlichkeit bei der Qualität der Nachschweißprüfungen von einem Prüfer zum anderen können zu einer unzureichenden Qualitätskontrolle führen. Panasonic Bead Eye M schafft hier Abhilfe: Die Lösung erfasst und speichert Prüfdaten digital, unterstützt so Qualitätsmanagement und Rückverfolgbarkeit und ermöglicht durch klar definierte Grenzwerte eine objektive iO/niO-Bewertung. Dadurch lassen sich manuelle Prüfprozesse reduzieren, während gleichzeitig die Konsistenz und Zuverlässigkeit der Qualitätskontrolle steigt.

Dank KI-gestützter Funktionen vereinfacht Bead Eye M zudem die Einrichtung automatisierter Sichtprüfungen erheblich. Der manuelle Anlernaufwand lässt sich um rund 90 Prozent reduzieren. Möglich wird dies durch die Festlegung von Grenzwerten für Fehlermerkmale, Bauteilabmessungen und Schweißnahterkennung. Gleichzeitig ermöglicht das System die Nutzung über verschiedene Produktionslinien und Produktvarianten hinweg, da Prüfkriterien bei Bedarf für jede einzelne Schweißnaht individuell definiert werden können. Der gesamte Einrichtungsprozess, von der Roboterprogrammierung bis zur KI-gestützten Inspektion, ist innerhalb von weniger als einer Stunde abgeschlossen.

Auf der EuroBLECH präsentiert Panasonic außerdem fünf Live-Schweißanwendungen. Dazu gehören High-Speed Twin-Tandem Roboterschweißen für Stahl, Aluminiumschweißen mit Pulse-Mix- und HD-Pulse-Verfahren sowie das EN-AWP4-Verfahren für dünne, hochfeste Materialien. Besucher können die neueste Weld Navigation Plus Software erkunden - eine Entwicklungsumgebung für Anwendungen, welche die Fähigkeiten von Panasonic's TAWERS The Arc Welding Robot System erweitern, einschließlich des G4 Robot Controllers.

"Hersteller müssen die Produktion steigern, ohne Kompromisse bei der Schweißqualität einzugehen. Gleichzeitig gilt es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Abhängigkeit von manuellen Prozessen zu reduzieren.

Auf der EuroBLECH zeigen wir, wie Panasonic jede Phase des Schweißprozesses verbindet und automatisiert – von der Programmierung und Fertigung bis hin zur Inspektion." So erhalten Anwender einen klaren und praxisnahen Weg zur Automatisierung", erklärte Tobias Hater, Projektingenieur für Roboter und Schweißen bei Panasonic Connect Europe.

Panasonic wird auf der EuroBLECH 2026 in Halle 13, Stand B242, ausstellen. Für weitere Informationen klicken Sie hier: https://eu.connect.panasonic.com/gb/en/event/euroblech-2026

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Berliner Linke in der Kritik: Koalitionsgespräche scheitern vorerst am Antisemitismus-Thema

08.10.2026

Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.

Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.

Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.

SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.