Finanzierungsrunde über 12 Millionen Euro einschließlich Fördermitteln abgeschlossen, angeführt von SPRIND (Bundesagentur für Sprunginnovationen) und Huma, mit Beteiligung privater Investoren
Mit den Erlösen werden eine Phase-II-Studie mit CLLTAXS01 bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) sowie die bevorstehenden Auswertungen der Phase-I-Studien bei akuter myeloischer Leukämie (AML) und fibrolamellärem Karzinom (FLC) finanziert.
TÜBINGEN, Deutschland, 23. September 2026 /PRNewswire/ -- ViferaXS, ein Biotechnologieunternehmen in der klinischen Entwicklungsphase, das peptidbasierte Krebsimmuntherapien für hämatologische Malignome und solide Tumoren entwickelt, gab heute den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von bis zu 12 Millionen Euro einschließlich Fördermitteln bekannt. Die Finanzierungsrunde wurde von SPRIND, der deutschen Bundesagentur für Sprunginnovationen, und Huma angeführt; außerdem beteiligten sich private Investoren.
Der Erlös wird das Leitprogramm von ViferaXS, eine klinische Phase-II-Studie mit CLLTAXS01 bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), finanzieren und die breiter aufgestellte Pipeline von ViferaXS unterstützen. Parallel dazu unterstützt die Finanzierung laufende Phase-I-Programme bei akuter myeloischer Leukämie (AML) und fibrolamellärem Karzinom (FLC). Über diese Programme hinaus ermöglicht die Finanzierungsrunde ViferaXS, sein Team zu vergrößern und die präklinischen Arbeiten in weiteren Indikationen voranzutreiben.
„Die frühen klinischen Daten zu CLLTAXS01 stimmen uns zuversichtlich, und diese Finanzierung gibt uns die Möglichkeit, dieses Signal in einer randomisierten Phase-II-Studie bei CLL weiterzuverfolgen. Wir erwarten außerdem, in Kürze Phase-I-Daten aus unseren AML- und FLC-Programmen vorlegen zu können, damit die Fachwelt sehen kann, wie ein peptidbasierter Ansatz zur Krebsimmuntherapie die Versorgung von Krebspatienten möglicherweise grundlegend verändern kann", sagte Sezai Taskin, Geschäftsführer von ViferaXS.
„SPRIND ist davon überzeugt, dass der Status quo infrage gestellt werden muss, und unterstützt Menschen, die Veränderungen vorantreiben. Der peptidbasierte Krebsimmuntherapie-Ansatz von ViferaXS sowie der Übergang in Phase II bei CLL sind genau die Art von klinisch fundierter, hochambitionierter Arbeit, die wir schneller voranbringen wollen. Unser Ziel ist, neuartige, bahnbrechende Ansätze zu fördern, von denen wir überzeugt sind, dass sie eine langfristige und wegweisende positive Wirkung auf die Gesellschaft haben werden", sagte Patrick Rose, PhD, Innovationsmanager bei SPRIND.
Dan Vahdat, Gründer und Geschäftsführer von Huma, sagte: „Wir entwickeln das Betriebssystem für klinische Studien und vereinen Daten, Intelligenz sowie Umsetzung auf einer einzigen Plattform. Wir sind stolz darauf, ViferaXS sowohl mit unserer Investition als auch mit unserer Technologie zu unterstützen und so seine Mission voranzutreiben, Patienten neue Krebstherapien zugänglich zu machen."
Informationen zu ViferaXS
ViferaXS GmbH ist ein Biotechnologieunternehmen in der klinischen Entwicklungsphase und eine Ausgründung der Eberhard Karls Universität Tübingen mit Sitz in Tübingen, Deutschland, das Krebsimmuntherapien für hämatologische Malignome und solide Tumoren entwickelt. Die Kernplattform des Unternehmens ist eine firmeneigene T-Zell-Aktivator-Technologie, die entwickelt wurde, um zytotoxische T-Zellen gegen natürlich präsentierte Tumorantigene zu aktivieren. Die klinische Pipeline umfasst drei onkologische Indikationen: akute myeloische Leukämie (AML), chronische lymphatische Leukämie (CLL) und fibrolamelläres Karzinom (FLC).
Informationen zu SPRIND
SPRIND, die Bundesagentur für Sprunginnovationen, finanziert und unterstützt Sprunginnovationen mit erheblicher gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Wirkung. Die 2019 gegründete Agentur SPRIND befindet sich im Besitz der Bundesrepublik Deutschland und hat die Aufgabe, besonders ambitionierte Projekte voranzutreiben, für die eine Finanzierung allein durch die Privatwirtschaft häufig nicht ausreicht, sowie dazu beizutragen, dass der Wert dieser Innovationen in Deutschland und Europa verbleibt.
Informationen zu Huma
Huma entwickelt das Betriebssystem für KI in regulierten Branchen. Als im Gesundheitswesen gegründetes Unternehmen unterstützt Huma Regierungen, Gesundheitssysteme, Life-Science-Unternehmen sowie andere regulierte Organisationen bei der Entwicklung, Einführung und Skalierung KI-gestützter Anwendungen und Arbeitsabläufe.
Huma vereint Daten, KI, Anwendungen sowie regulatorische Infrastruktur auf einer einzigen Plattform und ermöglicht so weltweit den Einsatz produktionsreifer KI in kritischen Einsatzumgebungen.
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Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp geht juristisch gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor. Eralp und ihr Berliner Landesverband haben nach Angaben ihres Rechtsbeistands Strafanzeige beziehungsweise Strafantrag gegen den Minister gestellt. Hintergrund ist eine Passage in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“, in der sich die Moderatorin versprochen und Eralp in einem Satz fälschlich als Antisemitin bezeichnet hatte, bevor sie sich sofort korrigierte. Dobrindt kommentierte diese Szene mit den Worten „Na doch“.
Aus Sicht des von Eralp mandatierten Anwalts Jasper Prigge macht sich der Minister damit den Versprecher der Moderatorin zu eigen. In einem Schriftsatz, der mehreren Medien vorliegt, heißt es, Dobrindt stelle durch seine Einlassung eine Tatsachenbehauptung auf, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Zudem liege eine Beleidigung vor, weil die Bezeichnung als Antisemitin „in erheblichem Maße ehrabträglich“ sei. Eralp habe sich nach Darstellung ihres Anwalts selbst nie in einer Weise geäußert, die als antisemitisch zu bezeichnen wäre, vielmehr trete sie öffentlich für den Schutz jüdischen Lebens ein.
Der Anwalt spricht von einer „Falschbehauptung des Innenministers“. Die Äußerung im Fernsehen sei geeignet, das öffentliche Wirken der Berliner Spitzenpolitikerin erheblich zu erschweren. In dem Schriftsatz wird darauf verwiesen, dass die Verbreitung des Eindrucks, Eralp würde selbst sagen, sie sei Antisemitin, ihre Integrität als politische Amtsträgerin infrage stellen und damit auch Auswirkungen auf politische Prozesse in Berlin haben könne. Eralp ist Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus.
Die Auseinandersetzung hatte sich in der ZDF-Sendung an einem Schlagabtausch zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek entzündet. Während der Debatte unterlief Moderatorin Maybrit Illner der Versprecher, sie korrigierte sich jedoch unmittelbar mit dem Hinweis, Eralp sei „keine Antisemitin“. Dobrindts anschließender Kommentar bildet nun den Kern des juristischen Streits. Zu möglichen weiteren Schritten der Strafverfolgungsbehörden und einer Reaktion des Bundesinnenministers lagen zunächst keine näheren Angaben vor.