FARNBOROUGH, England, 24. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Pelico, die Plattform zur Orchestrierung der Fertigung, die den Fabrikbetrieb bei weltweit führenden Industrieunternehmen steuert, gab heute eine strategische Investition durch AE Ventures bekannt – die Venture-Capital-Plattform von AE Industrial Partners, einer auf die Bereiche nationale Sicherheit, Luft- und Raumfahrt sowie Industriedienstleistungen spezialisierten Private-Equity-Gesellschaft. Die Investition wurde auf der Farnborough International Airshow bekannt gegeben; finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.

Die Investition geht weit über das reine Kapital hinaus. Als Venture-Arm der führenden Investitionsplattform für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung bindet AE Ventures Pelico direkt in das Kern-Ökosystem der Branche ein – bestehend aus OEMs, Zulieferern und Betreibern –, einschließlich der Portfoliounternehmen von AE Industrial und des Netzwerks strategischer Kommanditisten, und beschleunigt damit die Expansion von Pelico in ganz Nordamerika. Angesichts historischer Auftragsrückstände und einer komplexen, mehrstufigen Lieferkette bietet die KI-gestützte Plattform von Pelico den Teams in den Fertigungsbetrieben einen einheitlichen Überblick über den Betriebsablauf, um Störungen vorherzusehen, Prioritäten zu setzen und innerhalb von Stunden statt Wochen zu handeln. Hersteller wie Boeing, Safran und Daikin haben Pelico in nur 12 Wochen eingeführt und berichten im Durchschnitt von einer Reduzierung der Teilemangel um 40 %, einer Verbesserung der Termintreue um 15 % und einer Verkürzung der Durchlaufzeiten um 40 %.
Die Dynamik von Pelico erstreckt sich auch auf die Instandhaltung in der Luft- und Raumfahrt, wo die Ausführung in der Fertigung direkten Einfluss auf die Einsatzbereitschaft der Flotte hat: Boeing Global Services nutzt Pelico bereits, um Planungs-, Beschaffungs- und Ausführungsteams bei komplexen Wartungs- und Reparaturvorgängen über ein gemeinsames Betriebsbild miteinander zu vernetzen.
„Der Erfolg beim Hochfahren der Produktion in der Luft- und Raumfahrt entscheidet sich in der Fertigung", sagte Tarik Benabdallah, CEO und Mitbegründer von Pelico. „Die Partnerschaft mit AE Ventures bindet Pelico in das Herzstück des Luftfahrt- und Verteidigungs-Ökosystems ein und verschafft uns die Reichweite, um in ganz Nordamerika zu expandieren. Von der Produktion bis zur Instandhaltung – einschließlich der bereits laufenden Zusammenarbeit mit Boeing Global Services – ist dies eine Partnerschaft, die der Branche hilft, ihre Ziele zu erreichen."
„Der Engpass in der Luft- und Raumfahrt liegt heute in der Umsetzung – darin, Auftragsbücher in Auslieferungen umzuwandeln", sagte Tyler Rowe, Partner bei AE Ventures. „Pelico hat bei den anspruchsvollsten Herstellern der Branche bewiesen, dass Koordination dort den entscheidenden Unterschied macht, wo es darauf ankommt. Wir unterstützen das Team und arbeiten partnerschaftlich daran, die Plattform in unserem gesamten Netzwerk zu etablieren."
Informationen zu Pelico
Pelico ist die Plattform zur Koordinierung der Fertigung, die es Fabrikteams ermöglicht, Störungen vorherzusehen, Prioritäten abzustimmen und schnell zu handeln. Pelico wurde 2019 in Paris von Tarik Benabdallah, Mamoun Alaoui und Jonathan Hickson gegründet und wird von globalen Herstellern wie Boeing, Safran und Daikin eingesetzt. Weitere Informationen finden Sie unter www.pelico.ai.
Informationen zu AE Industrial Partners
AE Ventures ist die Risikokapitalplattform von AE Industrial Partners, einer privaten Investmentgesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von 9,0 Milliarden US-Dollar (Stand: 31. März 2026), die sich auf hochspezialisierte Märkte wie nationale Sicherheit, Luft- und Raumfahrt sowie Industrie konzentriert. AE Ventures hat über 50 Investitionen in Unternehmen in der Frühphase getätigt, die von der fundierten Branchenkenntnis, der operativen Erfahrung und dem Beziehungsnetzwerk in den Sektoren profitieren, in denen die Firma investiert.
Medienkontakt: Ina Foalea – Chief of Staff, Pelico — media@pelico.ai — +1 (786) 820-2649
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Im Streit um die Behandlung sogenannter Heavy User im Mobilfunk hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) die Bundesnetzagentur vorläufig in die Schranken gewiesen. Die Bonner Aufsichtsbehörde hatte einem bundesweit tätigen Mobilfunkanbieter untersagt, Kunden mit unbegrenztem oder sehr großem Datenvolumen bei überlasteten Funkzellen mit geringerer Priorität zu bedienen. Diese Form der sogenannten Depriorisierung darf nach der einstweiligen OVG-Entscheidung vorerst weiter angewendet werden. Der Beschluss im Eilverfahren ist nicht anfechtbar.
Nach Auffassung des 13. Senats ist derzeit offen, ob die entsprechende Vertragsklausel des Anbieters mit europäischem Recht vereinbar ist. Im Kern geht es um die Frage, ob eine nachrangige Behandlung von Vielnutzern eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Kunden darstellt. Bevor in der Hauptsache entschieden wird, will das OVG Münster den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung bitten. Damit wird der Konflikt um Datenpriorisierung und Netzmanagement auf die europäische Ebene verlagert.
Gegenstand des Verfahrens ist insbesondere, ob der Datentransport datenintensiver Anwendungen wie hochauflösendem Videostreaming während einer Netzüberlastung eingeschränkt oder verlangsamt werden darf. Der betroffene Mobilfunkanbieter sieht dies in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, um Kapazitäten in ausgelasteten Funkzellen zu steuern. Die Bundesnetzagentur hatte angeordnet, dass diese Klausel nicht umgesetzt werden darf und damit faktisch einen Riegel vor entsprechende Maßnahmen gegen Heavy User geschoben.
In der Vorinstanz hatte sich die Bundesnetzagentur noch durchgesetzt: Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Position der Behörde bestätigt. Das OVG änderte diese Entscheidung nun (Az. 13 B 1232/25) und gab dem Anbieter im Eilverfahren Recht. Mit der geplanten Vorlage an den EuGH dürfte der Fall Signalwirkung für die Auslegung europäischer Vorgaben zur Gleichbehandlung von Internetverkehr und zu den Spielräumen der Netzbetreiber beim Umgang mit stark belasteten Mobilfunkzellen entfalten.