LBT stellt neue 30-MeV-Medizinzyklotronplattform auf der EANM 2026 vor

20.10.2026

WIEN, 20. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Longevous Beamtech (LBT) hat seine neue medizinische Zyklotronplattform der LB-30-Serie mit 30 MeV auf dem 39. Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM 2026) vorgestellt, der vom 17. bis 21. Oktober im Austria Center Vienna stattfand.

LB-30 Series Launch at EANM 2026 · October 18, Vienna, Austria

Die neue Plattform wurde offiziell im Rahmen einer eigens dafür eingerichteten Produkteinführungsveranstaltung auf der EANM vorgestellt. Sie erweitert das Portfolio medizinischer Zyklotrone von LBT auf den Energiebereich von 30 MeV und eröffnet neue Möglichkeiten für die Radionuklidproduktion und die radiopharmazeutische Forschung.

Erweiterung des Anwendungsbereichs der Radionuklidproduktion

Mit dem Fortschritt der Radiopharmakaentwicklung werden die Anforderungen an die Radionuklidproduktion immer vielfältiger. Zusätzlich zu den etablierten PET-Isotopen, die in der klinischen Routinepraxis eingesetzt werden, erforschen Forschungseinrichtungen und Radiopharmaunternehmen ein breiteres Spektrum an Radionukliden für diagnostische, therapeutische und Forschungsanwendungen.

Die LB-30 wurde entwickelt, um diesen sich wandelnden Produktionsanforderungen gerecht zu werden. Die Plattform zeichnet sich durch Multipartikel-Kompatibilität, kontinuierlich variable Strahlenergieextraktion, hocheffizienten Strahltransport, Reinvakuumtechnologie und flexible Targetstationslösungen aus.

Diese Kombination ermöglicht eine größere Flexibilität bei der Auswahl von Partikeltyp, Strahlenergie und Zielkonfiguration für unterschiedliche Bestrahlungsanforderungen und unterstützt so ein breiteres Spektrum an Radionuklidproduktionswegen und Forschungsanwendungen.

Der LB-30 stellt zudem einen weiteren Schritt in der Entwicklung des Zyklotronportfolios von LBT dar. Während die bestehenden Systeme des Unternehmens für die routinemäßige klinische Isotopenproduktion und Multi-Isotopen-Anwendungen eingesetzt werden, erweitert die neue 30-MeV-Plattform diese Möglichkeiten hin zur Produktion höherer Energien, zur breiteren Isotopenentwicklung und zur fortgeschrittenen Forschung.

Von der Zyklotrontechnologie bis zu integrierten Produktionslösungen

Parallel zur Entwicklung seiner Zyklotronplattformen hat LBT seine Kompetenzen im gesamten Produktionsablauf von Radionukliden und Radiopharmaka kontinuierlich ausgebaut.

Das Portfolio umfasst Targetsysteme, Lösungen für die Radiopharmakasynthese und -dosierung, Heißzellen und Qualitätskontrolllösungen sowie Engineering, Installation, Schulung und Lifecycle-Support.

Dieser integrierte Ansatz ermöglicht es, Produktionsanlagen auf unterschiedliche Isotopenanforderungen, Produktionsmengen, Forschungsziele und zukünftige Entwicklungspläne auszurichten und so Krankenhäuser, Radiopharmakahersteller und Forschungseinrichtungen zu bedienen.

LB-30 feiert Premiere auf der EANM 2026

Auf der EANM 2026 präsentierte LBT den LB-30 Fachleuten der Nuklearmedizin, Radiopharmaunternehmen, Forschern und Industriepartnern aus internationalen Märkten.

Die Diskussionen während des Kongresses umfassten die Radionuklidproduktion, die Entwicklung von Radiopharmaka und die sich ändernden technischen Anforderungen zukünftiger Produktionsanlagen und boten LBT die Möglichkeit, sich direkt mit Fachleuten aus der gesamten Nuklearmedizin-Community auszutauschen.

Nach seiner Premiere auf der EANM 2026 ist das LB-30 die neueste Ergänzung des medizinischen Zyklotronportfolios von LBT und erweitert die Fähigkeiten des Unternehmens für die Produktion hochenergetischer, vielseitiger Radionuklide sowie für die radiopharmazeutische Forschung.

KONTAKT: xinyuan.gao@long-beam.com





 

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Wissenschaftspakt zahlt sich aus: Rhein-Main- und Ruhr-Verbund rücken auf

08.10.2026

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.

Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.

Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.