Eine der weltweit größten Offshore-Umspannstationen macht sich auf den Weg nach Guangdong

13.07.2026

NANTONG, China,/PRNewswire/ -- Eine 25.000 Tonnen schwere Offshore-Umrichterstation – das Herzstück von Chinas erstem ±500-kV-HVDC-Übertragungsprojekt mit integrierter Land-See-Verbindung und flexibler „ "-Technologie – lief am 7. Juli von Nantong, Provinz Jiangsu, an Bord eines von Shanghai Zhenhua Heavy Industries (ZPMC) gebauten Schwergutschiffs.

Die siebenstöckige Stahlkonstruktion ist 43 Meter hoch (das entspricht einem 15-stöckigen Gebäude), misst 85,5 Meter in der Länge und 82,5 Meter in der Breite, wobei jedes Deck etwa die Fläche eines Standard-Fußballfeldes einnimmt. Die Anlage zählt zu den weltweit bisher leistungsstärksten und größten Offshore-Umrichterstationen.

Die Fahrt wird voraussichtlich etwa eine Woche dauern; die Ankunft erfolgt am Installationsort, der sich etwa 100 Kilometer vor der Küste von Yangjiang in der Provinz Guangdong in tiefen Gewässern befindet. Nach der Inbetriebnahme wird die Station 2 GW Windenergie aus Offshore-Anlagen sammeln und umwandeln und diese über ein ±500-kV-Gleichstrom-Seekabel, das an Gleichstromleitungen an Land angeschlossen ist, weiterleiten – wodurch ein 300 Kilometer langer Energiekorridor vom Offshore-Windpark zum Stromnetz auf dem Festland entsteht.

Nach vollständiger Inbetriebnahme soll das Projekt jährlich rund 6 Milliarden kWh sauberen Strom in die Großraumregion Guangdong-Hongkong-Macau liefern. Dadurch sollen jährlich schätzungsweise 1,74 Millionen Tonnen Standardkohle eingespart und die Kohlendioxidemissionen um 4,63 Millionen Tonnen gesenkt werden.

ZPMC setzte eine innovative Bauweise ein, bei der die gesamte Umrichterstation an Land zusammengebaut, als eine Einheit transportiert und mithilfe der „Float-over"-Technologie vor der Küste installiert wurde. Durch diesen Ansatz konnte der Bauzeitplan verkürzt und gleichzeitig das Risiko bei der Installation auf See verringert werden.

In den letzten Jahren hat sich ZPMC zu einem umfassenden Dienstleister für Offshore-Umspannwerke entwickelt und bietet End-to-End-Lösungen an, die von der Planung über die Fertigung und den Seetransport bis hin zur Installation vor der Küste reichen. Das Unternehmen hat mehrere wegweisende Projekte im Bereich Offshore-Umspannwerke realisiert, darunter Asiens erste und einige der weltweit größten Anlagen, und damit seine Position als wichtiger Akteur in der globalen Lieferkette für Offshore-Windenergie gefestigt.

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.