Neuer Bericht, verfasst von GSMA Intelligence in Zusammenarbeit mit Huawei, wurde im Rahmen der „Digital Learning Week" der UNESCO veröffentlicht
PARIS, 10. September 2026 /PRNewswire/ -- Mehr als jeder Dritte (38 %) nutzt trotz mobiler Breitbandabdeckung weiterhin keine Internetdienste – und oft ist ein Mangel an digitaler Kompetenz dafür verantwortlich, wie aus einer gestern veröffentlichten neuen Studie hervorgeht.
Der neue Bericht „Bridging the Divide: Enhancing Digital Literacy in the AI Era", verfasst von GSMA Intelligence und in Zusammenarbeit mit Huawei erstellt, identifiziert eine digitale Kluft, von der 3,1 Milliarden Menschen betroffen sind und die durch einen Mangel an digitalen Kompetenzen, Nutzervertrauen und KI-Kompetenz verursacht wird.

KI erhöht sowohl den Zugang als auch das Risiko
Aktuelle Branchenprognosen deuten darauf hin, dass die Schließung der Kompetenzlücke bis 2030 das globale BIP um rund 3,5 Billionen US-Dollar steigern könnte, wobei mehr als 90 % dieser Gewinne an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) fließen würden. Die physische Mobilfunkabdeckung erreicht derzeit 96 % der Menschen weltweit.
Der Bericht, der im Rahmen der „Digital Learning Week" der UNESCO vorgestellt wurde, legt nahe, dass künstliche Intelligenz für unterversorgte Gemeinschaften sowohl als Brücke als auch als Barriere wirken könnte. KI-gestützte Sprachassistenten und Anwendungen, die mit Bildern, Audio und Video arbeiten, können Nutzern mit geringer Lese- und Schreibkompetenz dabei helfen, die Eingabe von Text zu umgehen. Gleichzeitig erhöhen sie die Anforderungen an Sicherheit und kritisches Denken, die für eine sichere Teilnahme erforderlich sind. Die Studie warnt jedoch davor, dass Nutzer mittlerweile in der Lage sein müssen, den Datenschutz zu verstehen und Risiken wie Betrug und Deepfakes zu erkennen.
Die Studie beruft sich auf Statistiken der World Bank, wonach Kenntnisse im Bereich der generativen KI (GenAI) die wertvollste Kompetenzkategorie darstellen, mit Lohnzuschlägen von bis zu 36 %, die weit über den Erträgen sowohl für digitale als auch für traditionelle KI-Kompetenzen liegen.
Ohne gezielte Maßnahmen im Bereich der digitalen Grundausbildung, so warnen die Autoren, besteht die Gefahr, dass die rasche Einführung von KI bestehende Ungleichheiten sogar in Gebieten mit vollständiger Netzabdeckung verfestigt.
Mobile Klassenzimmer fördern Kompetenzen in abgelegenen Gebieten
Initiativen zur digitalen Inklusion richten sich in der Regel an diejenigen, die am stärksten von digitaler Ausgrenzung bedroht sind, darunter ländliche und abgelegene Gemeinschaften, Kinder und Lehrkräfte an ländlichen Schulen, ältere Menschen sowie Frauen und Mädchen.
Der Bericht betont die Notwendigkeit gemeindebasierter Bereitstellungsmodelle und nennt die Initiative „Skills on Wheels" von Huawei als praxiserprobtes Beispiel – insbesondere die solarbetriebenen mobilen „DigiTruck"-Klassenzimmer, die Hardware, ländliche Netzanbindung und praktische Schulungen, einschließlich KI-Kompetenz, in netzunabhängige Regionen bringen.
Seit 2019 haben die im Rahmen der „Skills-on-Wheels"-Projekte durchgeführten Schulungen mehr als 130.000 Menschen in 21 Ländern erreicht, wobei noch mehr Menschen indirekt davon profitiert haben. Die DigiTruck-Ausbilder ermutigen die Teilnehmer, ihre neuen Fähigkeiten weiterzugeben, was in der Praxis nachweislich geschieht. Ein Bericht von Kenya's Ministry of Information, Communications and Digital Economy über DigiTruck zeigt, dass 79 % der befragten DigiTruck-Teilnehmer ihre neu erworbenen digitalen Kompetenzen an Familienangehörige und Gleichaltrige weitergegeben haben.
Politische Entscheidungsträger werden aufgefordert, KI-Kompetenz als zentrale Infrastruktur zu betrachten
Um die Nutzungslücke zu schließen, fordert der Bericht politische Entscheidungsträger, Telekommunikationsbetreiber und Technologieanbieter auf, zusammenzuarbeiten und sich auf vier Prioritäten zu konzentrieren:
„Digitale Kompetenz lässt sich nicht mehr anhand statischer Schwellenwerte definieren", sagte Tim Hatt, Leiter für Forschung und Beratung bei GSMA Intelligence. „Netzanbindung allein reicht nicht aus – Fähigkeiten, Systemdesign und Vertrauen müssen sich gemeinsam weiterentwickeln. Um diese Chance im Wert von mehreren Billionen Dollar zu nutzen, müssen die Akteure eine mehrschichtige KI-Kompetenz direkt in den Alltag integrieren – über vertrauenswürdige Kanäle in den Gemeinden." Bevölkerungsgruppen.
„Mobile Klassenzimmer haben sich als äußerst wertvoll erwiesen, um unterversorgten Bevölkerungsgruppen dabei zu helfen, physische und psychologische Barrieren gegenüber der Technologie zu überwinden", sagte Gavin Allen, Chefredakteur bei Huawei. „Wir werden weiterhin mit lokalen Behörden und Industriepartnern zusammenarbeiten, um die digitale Kompetenz voranzutreiben und sicherzustellen, dass beim Übergang zur KI-Wirtschaft niemand zurückbleibt."
Ein neues „DigiTruck"-Programm wird diesen Herbst in Frankreich starten. Es umfasst mehrere Städte in der Region Île-de-France und richtet sich mit Schulungen zu digitalen Kompetenzen an einkommensschwache und unterversorgte Bevölkerungsgruppen.
Der vollständige Bericht ist auf dem Forschungsportal von GSMA Intelligence verfügbar:
https://www.gsmaintelligence.com/research/research-file-download?reportId=83651&assetId=83691
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Bayern stellt seine Heimatpolitik auf ein neues Fundament: Mit der weiterentwickelten „Heimatstrategie 2033“ will der Freistaat seine regionalen Strukturen stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern und dabei vor allem den bayerisch-tschechischen Grenzraum stärker in den Blick nehmen. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) sieht darin eine Fortschreibung der 2014 gestarteten Heimatstrategie, die nun angesichts neuer Herausforderungen angepasst und ausgebaut werden soll. In Nürnberg präsentierte er dazu ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das sowohl Kommunen als auch engagierte Bürgerinnen und Bürger gezielt einbinden soll.
Füracker verweist darauf, dass sich in der Grenzregion zu Tschechien bereits viel getan habe, aber weiterhin erhebliches Potenzial schlummere. Dieses wolle man „gemeinsam mit den Menschen“ besser nutzen. Bayerns Erfolgsmodell beruhe auf wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und starken Regionen, aber ebenso auf sozialem Zusammenhalt, gelebten Traditionen und einem starken Ehrenamt, so der Minister. Ziel sei es, das besondere Lebensgefühl im Freistaat – in Stadt und Land – langfristig zu sichern und zugleich die Widerstandskraft der Regionen zu erhöhen.
Einen Schwerpunkt der „Heimatstrategie 2033“ legt die Staatsregierung auf Personen, die sich vor Ort in besonderer Weise engagieren. Bereits im Juni ist das Forschungsvorhaben „Heimat-Kümmerer“ gemeinsam mit der Technischen Hochschule Nürnberg angelaufen. Es soll Schlüsselpersonen identifizieren, unterstützen und vernetzen, die ihre Heimat aktiv mitgestalten. Ergänzend ist für den Herbst 2026 eine Bürgerumfrage zum Thema „Werte“ vorgesehen sowie ein „Heimat-Newsletter“, über den Informationen gebündelt und der Austausch mit der Bevölkerung ausgebaut werden sollen.
Parallel dazu sollen die Kommunen finanziell und strukturell gestärkt werden, da sie nach Fürackers Worten der zentrale Ort des Lebens und Zusammenhalts sind. Die bisherige Bilanz der seit 2014 laufenden Strategie – darunter Behördenverlagerungen, Investitionen in den Breitbandausbau oder Initiativen wie ein Dialektpreis – wertet der Minister als Beleg dafür, dass Heimatpolitik konkrete Auswirkungen auf Infrastruktur und Identität haben kann. Mit der Fortschreibung bis 2033 will die Staatsregierung diese Linie fortsetzen, bewährte Maßnahmen weiterführen und neue Initiativen starten, um Bayern als attraktiven und zukunftsfähigen Lebensraum zu positionieren.