BASF Agricultural Solutions startet Registrierung von neuem PPO-Herbizid Replexor™ Active

27.07.2026
  • Zulassungsdossiers für Replexor Active in Brasilien und Australien eingereicht; USA und Argentinien sollen 2027 folgen
  • Replexor Active rundet Angebot für Unkrautkontrolle ab und stärkt das PPO-Herbizid-Portfolio – für maximalen Nutzen im Management von Unkräutern
  • Start der Registrierung unterstreicht starke Innovationspipeline im Pflanzenschutz

LIMBURGERHOF, Germany, 27. Juli 2026 /PRNewswire/ -- BASF Agricultural Solutions hat den Registrierungsprozess für Replexor™ Active (Fendioxypyracil) gestartet, einem neuen PPO1-Herbizidwirkstoff zur Kontrolle breitblättriger Unkräuter und Ungräser. Langfristig könnte Replexor Active dazu beitragen, Unkrautmanagement-Programme auf weltweit mehr als 50 Millionen Hektar zu unterstützen. Erste Zulassungsdossiers wurden bereits in Brasilien und Australien eingereicht, weitere Einreichungen in den USA und Argentinien sind für 2027 geplant. Vorbehaltlich der behördlichen Zulassungen strebt BASF erste Markteinführungen von Replexor Active um das Jahr 2030 an.

Herbizidresistente Unkräuter stellen für Landwirte wichtiger Kulturen wie Soja, Mais und Baumwolle eine wachsende Herausforderung dar. Gleichzeitig verringert der regulatorische Druck die Zahl verfügbarer Wirkstoffe und schränkt damit die Möglichkeiten einer wirksamen Unkrautkontrolle zusätzlich ein.

Vor diesem Hintergrund bilden PPO-Herbizide seit mehr als 50 Jahren eine verlässliche Grundlage des Resistenzmanagements. Mit Replexor Active erweitert BASF ihr entsprechendes Portfolio, zu dem bereits Kixor® Active und Tirexor® Active gehören. Während die meisten bisherigen PPO-Herbizide vor allem breitblättrige Unkräuter kontrollieren, wirkt Replexor Active zusätzlich gegen Ungräser wie Eleusine indica, Echinochloa spp. und Setaria spp. Da PPO-Resistenzen bei Gräsern nach wie vor selten sind, bietet Replexor Active eine wertvolle neue Option zur Bekämpfung resistenter Ungräser.

„Replexor Active schließt eine echte Lücke bei PPO-Herbiziden", sagt Maximilian Becker, Mitglied des Management Boards von BASF Agricultural Solutions, verantwortlich für das operative Geschäft. „Neue Lösungen gegen resistente Ungräser waren in den vergangenen Jahren für Landwirte nur begrenzt verfügbar. Replexor Active setzt genau hier an und lässt sich nahtlos in bestehende Programme zum Resistenzmanagement integrieren, die bereits auf unserem PPO-Portfolio aufbauen."

Neben seiner breiten Wirkung bietet Replexor Active weitere Vorteile: Es wirkt schnell gegen Unkräuter und ermöglicht Direktsaat-Systeme (No-till), die helfen, Bodenerosion zu minimieren. Darüber hinaus ist es bereits bei niedrigen Aufwandmengen wirksam, was die Handhabung erleichtert und die eingesetzte Wirkstoffmenge pro Hektar reduziert.

„Der Start der Registrierung von Replexor Active ist ein weiterer Beleg für die Stärke unserer Innovationspipeline und unterstreicht unsere Position als führendes Unternehmen im Pflanzenschutz", ergänzt Dr. Melanie Bausen-Wiens, Mitglied des Management Boards von BASF Agricultural Solutions, verantwortlich für den Bereich Technologie. „Außerdem zeigt Replexor Active, wie wir unsere kontinuierlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung in Lösungen umsetzen, die konkrete Herausforderungen von Landwirten adressieren. Und mit den PPO-herbizidtoleranten Pflanzeneigenschaften (engl. „Traits"), die wir aktuell entwickeln, erhalten Landwirte künftig noch mehr Flexibilität bei der Anwendung von Replexor Active."

Protoporphyrinogen-Oxidase, ein für Pflanzen unverzichtbares Enzym, das die Chlorophyllproduktion ermöglicht.

Über BASF Agricultural Solutions

Alles, was wir tun, tun wir aus Liebe zur Landwirtschaft. Weltweit ausreichend und bezahlbare Nahrungsmittel für eine schnell wachsende Bevölkerung bereitzustellen ist die grundlegende Rolle der Landwirtschaft. Zugleich sind Landwirte gefordert, die Auswirkungen auf die Umwelt weiter zu verringern. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit Partnern und Experten daran, Nachhaltigkeitskriterien in all unsere Geschäftsentscheidungen zu integrieren. Mit 990 Millionen € in 2025 investieren wir in eine starke Forschungs- und Entwicklungspipeline. Unsere Lösungen sind speziell für verschiedene Anbausysteme entwickelt: Sie vereinen Saatgut und speziell gezüchtete Pflanzeneigenschaften, Pflanzenschutzprodukte, digitale Tools und Nachhaltigkeitsansätze, um Landwirten, Züchtern und anderen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette bestmögliche Ergebnisse zu bieten. Im Jahr 2025 erzielte unser Geschäft einen Umsatz von 9,6 Milliarden €. Weitere Informationen finden Sie unter www.agriculture.basf.com oder auf unseren Social-Media-Kanälen.

Über BASF

BASF steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte Chemieunternehmen sein, um die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 95.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions gebündelt. BASF erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 60 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

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Nach Bauverzögerung: Bahn öffnet Kernkorridor Hamburg–Berlin mit Einschränkungen

15.06.2026

Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.

Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.

Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.

Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.