Rheinufertunnel in Düsseldorf für 4,5 Millionen Euro saniert und vier Wochen gesperrt

30.03.2026


Der Düsseldorfer Rheinufertunnel, eine der zentralen Verkehrsachsen entlang des Rheinufers, ist seit dem frühen Morgen vollständig gesperrt. Die Stadt rechnet damit, dass die Vollsperrung bis voraussichtlich 25. April andauern wird. Grund sind umfangreiche Wartungs- und Modernisierungsarbeiten, die nach Angaben der Kommune insgesamt rund 4,5 Millionen Euro kosten.

Im Zentrum der Maßnahme steht der Austausch von zwei der fünf großen Entrauchungs-Ventilatoren. Die tonnenschweren Aggregate gelten als zentrales Element des Brandschutzkonzepts im Tunnel. Jeder der neuen Ventilatoren ist etwa fünfeinhalb Meter hoch und rund sechs Tonnen schwer. Wegen ihrer Dimensionen müssen sie in Einzelteilen in den Tunnel gebracht und dort montiert werden, was den Einsatz logistisch anspruchsvoll macht.

Parallel dazu nutzt die Stadt die Sperrung, um weitere Modernisierungsschritte umzusetzen. Die Beleuchtung im Tunnel wird weiter auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt, zudem wird der Asphalt erneuert. Anlass für das Bündel an Arbeiten sind verschärfte Brandschutzvorschriften, denen die in den Jahren 1990 bis 1993 errichtete Röhre angepasst werden muss.

Verkehrlich bedeutet die Maßnahme spürbare Einschnitte: Rund 45.000 Fahrzeuge, die den Rheinufertunnel an einem durchschnittlichen Tag nutzen, werden auf ausgeschilderte Umleitungsstrecken verwiesen. Die Stadt empfiehlt Pendlern und Besuchern, zusätzliche Fahrzeit einzuplanen und nach Möglichkeit auf Bus und Bahn auszuweichen. Um die Auswirkungen auf den Berufsverkehr zu begrenzen, wurde ein Teil der Sperrzeit bewusst in die vergleichsweise verkehrsärmeren Osterferien gelegt.

Rohstoffsicherheit: Berlin setzt auf australische Seltene Erden

01.04.2026


Deutschland versucht, seine Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen zu stabilisieren und beteiligt sich dafür an einem Seltene-Erden-Projekt in Australien. Über den staatlichen Rohstofffonds fließen 50 Millionen Euro in das sogenannte Nolans-Projekt des Unternehmens Arafura Rare Earths, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. In der Mine nördlich von Alice Springs sollen die Metalle Neodym und Praseodym gewonnen werden.

Beide Elemente gelten als zentral für zentrale Industriezweige, insbesondere für die Energiewende und die Elektromobilität. Neodym und Praseodym werden für Hochleistungsmagnete benötigt, die in Elektromotoren von E-Autos und in Generatoren von Windkraftanlagen verbaut werden. Deutschland ist bei diesen Metallen bislang vollständig auf Importe angewiesen.

Mit der Beteiligung verfolgt die Bundesregierung das Ziel, den Zugang der deutschen Industrie zu strategischen Rohmaterialien langfristig abzusichern. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erklärte, es gehe darum, den Zugriff deutscher Unternehmen auf diese wichtigen Rohstoffe zu gewährleisten. Der Rohstofffonds soll dazu beitragen, Lieferketten zu diversifizieren und Abhängigkeiten von einzelnen Bezugsquellen zu reduzieren.

Das Engagement in Australien reiht sich in einen breiteren politischen Ansatz ein, zentrale Vorprodukte für Schlüsseltechnologien abzusichern. Für die Bundesrepublik steht dabei nicht nur die Versorgung der heimischen Auto- und Energiebranche im Vordergrund, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts insgesamt. Mit der Investition in das Nolans-Projekt setzt Berlin auf eine Partnerschaft mit einem rohstoffreichen, politisch stabilen Lieferland.