
Die Matador Secondary Private Equity AG hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und den Gewinn auf 5,04 Millionen Franken gesteigert. Das geht aus dem nun veröffentlichten Zwischenbericht zum 30. Juni 2026 hervor, mit dem die Gesellschaft die bereits am 3. September kommunizierten Zahlen zum Portfolio-Cashflow bestätigt. Der Bericht ist über den Investor-Relations-Bereich auf der Website des Unternehmens abrufbar.
Der innere Wert (Net Asset Value, NAV) legte per Ende Juni auf 3,07 Franken je Aktie zu, was einem Gesamtwert von 71 Millionen Franken entspricht. Zum Jahresende 2025 hatte der NAV noch bei 66,5 Millionen Franken gelegen. Nach Angaben der Gesellschaft bietet das Portfolio weiteres Steigerungspotenzial im zweistelligen Millionenbereich beziehungsweise von 1,2 Franken je Aktie. Bereits im laufenden Jahr rechnet Matador mit einer weiteren klar positiven Entwicklung sowohl bei den Ausschüttungen als auch bei den Bewertungen der Anlagen.
Das Unternehmen betont, dass sich Anlagen im Secondary-Private-Equity-Markt in einem von geopolitischer und konjunktureller Unsicherheit geprägten Umfeld robust entwickelt hätten. Der Fokus auf die langfristige operative Entwicklung der Portfoliounternehmen habe sich dabei als Vorteil erwiesen. Matador investiert als Spezialistin für Secondary-Transaktionen in ein breites Private-Equity-Portfolio, das nach Regionen, Branchen, Strategien und Vintage-Jahren diversifiziert ist.
Die 2005 gegründete Gesellschaft mit Sitz in Sarnen verweist darauf, dass der NAV seit Gründung organisch überdurchschnittlich um 12 Prozent pro Jahr in Euro gewachsen sei. Die Aktie von Matador Secondary Private Equity AG (ISIN: CH0042797206) ist sowohl an der heimischen Börse in der Schweiz als auch in Deutschland über Frankfurt/Xetra handelbar.

Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.
Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.
Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.
Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.