Die Zahl der Menschen, die im Alter Grundsicherung beziehen, ist in Nordrhein-Westfalen zum fünften Mal in Folge gestiegen. Diese Daten stammen vom Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW). Der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen sieht diese Entwicklung zwar als nicht überraschend, bezeichnet sie jedoch als besorgniserregend.
Im Kern geht es darum, dass immer mehr Senioren trotz eines langen Erwerbslebens über eine Rente verfügen, die nicht mehr ausreicht. Besonders steigende Mieten sowie höhere Energie- und Lebenshaltungskosten machen das Leben für diese Gruppe schwierig. Die finanzielle Not betrifft vor allem diejenigen, deren Einkommen nicht mit den Preissteigerungen Schritt gehalten hat.
Laut IT.NRW sind die Quoten der Grundsicherungsempfänger vor allem in Großstädten wie Köln und Düsseldorf besonders ausgeprägt. Dies ist insbesondere dort problematisch, wo die Wohnkosten am höchsten sind. Die räumliche Verteilung der Armut korreliert somit direkt mit den lokalen Immobilienpreisen und Mietkosten.
Der VdK NRW warnt zudem vor den möglichen Folgen geplanter Wohngeldkürzungen durch die Bundesregierung. Sollte diese Reform wie vorgesehen umgesetzt werden, könnten zahlreiche aktuelle Wohngeldempfänger künftig auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sein. Damit droht eine weitere Ausweitung der Altersarmut im Bundesland.


